Blaubeeren mindern Krebsrisiko
von Dierk Jensen
Blaubeeren rücken in den Mittelpunkt wissenschaftlichen Interesses.
Laut einer Studio des Human-Nutrition-Research-Centers in Boston sollen
die Farbstoffe in den süßen Früchtchen antioxidativ
wirken: Sie neutralisieren sogenannte freie Radikale, Hauptverursacher
von Krebs, chronischen Krankheiten / und Verschleißerscheinungen
im Alter. Dass Inhaltsstoffe von Pflanzen die aggressiven Zellbruchstücke
unschädlich machen können, wissen Forscher seit längerem.
Vor allem die Pigmente in farbintensiven Früchten wie das Anthocyan
in Blaubeeren, Erdbeeren oder auch roten Trauben erwiesen sich in
der Studie als erfolgreich im Kampf gegen die aggressiven Angreifer.
„Viel des Schutzes, den Obst und Gemüse gegen Krebs, Herzerkrankungen
und Schlaganfälle bieten können, kommt nicht von den Vitaminen,
sondern von anderen Inhaltsstoffen“, sagt Ronald Prior, Wissenschaftler
am Forschungszentrum für Ernährung gegen das menschliche
Altem in Boston. Ein gesunder Organismus kann die aggressiven Zellbruchstücke
- Nebenprodukt des Stoffwechsels - selbst mit bestimmten Enzymen unschädlich
machen. Doch Umweltgifte, Stress und falsche Ernährung sorgen
für eine geradezu inflationäre Bildung solcher Zellbruchstücke,
die der Körper alleine „nicht mehr entsorgen kann - Krankheiten
sind die Folge.
Doch auch für Alterungsprozesse sind die Molekülfragmente
nach neueren Erkenntnissen zuständig: Da die kleinen Angreifer
besonders gerne mit den langen Eiweißmolekülen des
Stützgewebes reagieren, vernetzen sie auf unheilvolle Weise dessen
ansonsten getrennt verlaufende Fasern. Die sichtbare Folge: Das Gewebe
verliert seine Elastizität. Blaubeeren, so hat das Forschungszentrum
für Ernährung gegen das menschliche Altem in Boston herausgefunden,
sind mit ihrem hohen Gehalt an Farbstoffen Spitzenreiter beim Radikalanfang.
Hundert Gramm der kleinen Waldfrüchte bekämpfen die Zellbruchstücke
doppelt so effektiv wie Erdbeeren und dreimal so gut wie Pflaumen.
(Nachdruck
des Bundes deutscher Heidelbeeranbauer mit freundlicher Genehmigung
Herrn Jensens)
Links:
Tufts
University
Human
Nutrition Research Center, Boston, Bericht von Judy McBride
vom February 8, 1999
Heidelbeeren
Inhaltsstoffe pro 100 g
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Calcium 16 mg
Phosphat 13 mg
Eisen 1 mg
Natrium 1 mg
Kalium 81 mg
Vitamin A 280 E
Thiamin (Vitamin B1) 0,03 mg
Ribofinin 0,06 mg
Niacin 0,5 mg
Vitamin C 21 mg
kcal 61 |

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